Kaiserslautern – Neuer Versuch zur Rettung des Pfaff-Kesselhauses
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Stadtrat beschließt Neuausschreibung unter geänderten Bedingungen
Nach seinem Votum im März, den quartiersprägenden Schornstein des historischen Kesselhauses auf dem Pfaff-Areal zu erhalten, hat der Stadtrat am 3. Juni einstimmig beschlossen, das eigentliche Gebäude samt Grundstück neu auszuschreiben. Um das auf dem zentralen Lina-Pfaff-Platz gelegene Ensemble für Investoren interessant zu machen, soll die Neuausschreibung unter geänderten Rahmenbedingungen gegenüber der Ausschreibung im Juli 2022 erfolgen.
So ist der Ankauf des Schornsteins durch den Investor nicht mehr vorgesehen und nur noch ein Teilerhalt der maroden Fassaden wird gefordert. Auch wird eine Bebauung in einer größeren Länge von bis zu 48 m zugelassen, entsprechend den ursprünglichen Ausmaßen des Gebäudes. Das Grundstück soll im Rahmen einer Konzeptvergabe vermarktet werden. In einem zweistufigen Verfahren legen dabei Investoren Bebauungskonzepte und dann konkrete Entwürfe vor, die von einem unabhängigen Vermarktungsbeirat bewertet werden. Die Ausschreibung des Grundstücks erfolgt auf Basis eines Exposés, in dem Bebauungsbedingungen und Bewertungskriterien festgelegt sind. Die Formulierung der Anforderung zur „Fassadenintegration“ soll hier zentraler Bestandteil des Exposés sein. Der Vermarktungsbeirat empfiehlt danach dem Stadtrat den besten Bebauungsvorschlag zur Grundstückvergabe. Es werden Konzepte priorisiert, die eine Wohnnutzung ausschließen.
Nach Einschätzung der Pfaff-Areal-Entwicklungsgesellschaft sollte durch diese Vorgehensweise und die Begleitung eines fachkundigen Statikers ein künftiger Investor relativ große Planungssicherheit erhalten, um so auf dem zentralen Platz des Pfaff-Geländes ein attraktives Gebäude herstellen zu können. Die Finanzierung soll durch den Investor erfolgen. Die neue Ausschreibung soll nun zeitnah auf den Weg gebracht werden, so dass im Idealfall im kommenden Jahr eine Vergabe erfolgen könnte.
Die bisherigen Versuche, das Kesselhaus einer Renovierung und dauerhaften Nutzung zuzuführen, sei es in öffentlicher Regie oder nach einer Vermarktung, waren aufgrund der maroden Bausubstanz gescheitert bzw. im vor Ort erkennbaren Status stecken geblieben. Aktuell befinden sich auf dem Platz noch die Reste von drei Seitenwänden (Nord, Ost, West) des Kesselhauses, die mit einer auskragenden Stützenkonstruktion notdürftig statisch gesichert wurden. Aufgrund der Einsturzgefährdung und den in das Umfeld ragenden Konstruktionen verhindert das Kesselhaus damit in seinem jetzigen Zustand auch alle weiteren Sanierungs- oder Erschließungsmaßnahmen auf dem Lina-Pfaff-Platz.
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