Kaiserslautern – Litfaßsäule wird zum Kunstobjekt
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Auftakt zu einem dreiteiligen Kunstprojekt
Vorbereitend zur Ausstellung „Betze, K-Town, Pfaff“ lädt das mpk, Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern, zum Start einer dreiteiligen Kunstaktion an den Pfaffplatz in der Kaiserslauterer Innenstadt ein. Dort sägt Erik Sturm am Freitag, 17. Mai, um 10.30 Uhr im Rahmen einer „Werbegrabung“ einen fenstergroßen Block aus der ältesten (am längsten beklebten) Litfaßsäule der Stadt Kaiserslautern.
„Das etwa acht Zentimeter dicke Sediment enthält rund 30 Jahre Werbe- und Veranstaltungsgeschichte Kaiserslauterns. Ich schätze, dass hier bis zu 500 Plakate übereinander geklebt wurden“, so der Künstler. In einem nächsten Schritt wird Erik Sturm die einzelnen Plakate gemeinsam mit der Stadtbevölkerung ablösen und damit nicht zuletzt die ganz persönlichen Erinnerungen der Kaiserslauterer und Kaiserslauterinnen zu Tage fördern. „Die abgelösten Plakate verdeutlichen die Ablagerungen von Zeit und Informationen im Wandel. Sie wirken wie eine Art Seismograph, der die Mythologien, Moden und Metamorphosen der jeweiligen Zeit speichert, soziokulturelle Wandlungsprozesse widerspiegelt und Stadtgeschichte sichtbar macht“, sagt Erik Sturm. Steffen Egle freut es, dass das Museum mit dieser Kunstaktion unmittelbar im Stadtraum wirkt: „Mein Dank gilt der Stadt Kaiserslautern, die uns die Litfaßsäule für ein Jahr zur Verfügung stellt und damit unseren Öffnungsprozess in die Stadt hinein maßgeblich unterstützt.“
Eine Auswahl der Plakate wird ab 14. September in der Ausstellung „Betze, K-Town, Pfaff“ zu sehen sein. In dieser Schau zeigt das mpk künstlerische Sichten auf den urbanen Raum der Stadt Kaiserslautern. Eingeladen wurden neben Erik Sturm die intermedial arbeitende Künstlerin Sophie Innmann, der Konzeptkünstler Nikolaus Koliusis und die Dokumentarfotografin Elisabeth Neudörfl.
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