Kaiserslautern – „Glücksstreben“ mit der Deutschen Radio Philharmonie

Am 19. April in der Fruchthalle Kaiserslautern
Das Streben nach dem Glück beleuchtet dieses Programm, das am Freitag, 19. April 2024, in der Fruchthalle Kaiserslautern zu erleben ist, gleich in dreierlei Weise: In Zemlinskys Oper „Kleider machen Leute“ ist es der Schneidergeselle Wenzel Strapinski, der seine Stellung aufgibt und sich in edle Kleidung gehüllt als Adliger ausgibt – mit den üblichen chaotisch-komischen Folgen. In Schostakowitschs 1. Cellokonzert ist es die Freude über das Ableben Stalins, unter dessen Terror auch der Komponist gelitten hatte. Radikal und experimentell klingt es, übermütig. Wie ein Vulkan kommt das zu Tage, was vorher nur unter der Oberfläche brodeln durfte: Hohn und Spott für die kommunistische Kulturbürokratie, gewürzt mit einer Persiflage auf Stalins Lieblingslied. Auch in Beethovens 7. Sinfonie ist es die Freude über das Ende der Unterdrückung, in diesem Fall durch den vom Heilsbringer zum Diktator gefallenen Napoleon. Das Werk ist ein Hit, der ihn aus der Schaffenskrise auf den Gipfel seines Erfolgs katapultierte.
Mischa Maisky ist der einzige Cellist weltweit, der sowohl bei Mstislav Rostropovich als auch bei Gregor Piatigorsky studiert hat. Rostropovich pries ihn als „… eines der außergewöhnlichsten Talente der jüngeren Generation. Sein Spiel kombiniert Poesie und erlesene Zartheit mit großem Temperament und brillanter Spieltechnik.“ In Lettland geboren, in Russland ausgebildet, wurde Mischa Maisky nach seiner Repatriierung in Israel mit Begeisterung in den großen Konzertsälen der Welt empfangen. Der Ausnahmecellist sieht sich selbst als Weltbürger: „Ich spiele ein italienisches Cello, mit französischen und deutschen Bögen und österreichischen und deutschen Saiten, meine sechs Kinder wurden in vier verschiedenen Ländern geboren, meine zweite Frau ist halb Sri Lankerin, halb Italienerin, ich fahre ein japanisches Auto, trage eine Schweizer Uhr, eine indische Halskette und ich fühle mich überall dort wohl, wo die Leute klassische Musik genießen und schätzen.“
Als Exklusivkünstler der „Deutschen Grammophon“ spielte Mischa Maisky in mehr als dreißig Jahren fast vierzig Aufnahmen ein mit namhaften Orchestern wie den Wiener und Berliner Philharmonikern, dem Israel Philharmonic, London Symphony, Orchestre de Paris, Orpheus Chamber Orchestra und Chamber Orchestra of Europe. Seine Aufnahmen erzielten nicht nur grandiose Kritiken, sondern auch fünf namhafte Auszeichnungen wie den „Record Academy Prize“ in Tokyo, drei Mal den Deutschen Schallplattenpreis „Echo“, den „Grand Prix du Disque“ in Paris, den „Diapason d’Or of the Year sowie mehrere Nominierungen für den begehrten Grammy Awards.
In Istanbul wurde Maisky überdies mit einem „Lifetime Achievement Award“ für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Mit seinem runden Geburtstag fällt auch die 50. Japan-Tournee zusammen. Er hat dort bereits mehr als 400 Konzerte gegeben. Als weltbekannter Musiker ist Mischa Maisky regelmäßiger Gast auf den größten internationalen Festivals und hat mit namhaften Dirigenten und den renommiertesten Kammermusik-Partnern gearbeitet.
Konzertkarten von 28,50 bis 11,50 Euro gibt es im Vorverkauf in der Tourist-Information, Fruchthallstraße 14, Tel. (0631) 365-2316, beim Thalia Ticketservice unter Tel. (0631) 36219-814 und bei allen weiteren VVK-Stellen (Ticket-Hotline: 01806-57 00 00) oder im Internet unter www.eventim.de.
Die Eintrittskarte berechtigt am Veranstaltungstag zur Hin- und Rückfahrt bis zum folgenden Tag 3:00 Uhr mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln (bei der DB: RE, RB und S-Bahn; im Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN), 2. Klasse).
Glücksstreben
Sinfoniekonzert
Freitag, 19. April 2024
19:30 Uhr: Konzert Fruchthalle
18:45 Uhr: Einführung im Roten Saal mit Dr. Burkhard Egdorf
Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern
Dirigent: Pietari Inkinen
Solist: Mischa Maisky, Violoncello
Programm:
Alexander Zemlinsky, Walzerzwischenspiel aus der Oper „Kleider machen Leute“ arrangiert von Ronald Kornfeil
Dmitrij Schostakowitsch, Cellokonzert Nr. 1 Es-Dur op. 107
Ludwig van Beethoven, Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92
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