Kaiserslautern – Ermittler geben Details zum Schlag gegen Drogenkriminalität bekannt – Sicherheit der Menschen hat oberste Priorität

Staatsanwaltschaft und Polizei haben am Dienstag weitere Details zum Schlag gegen den Drogenhandel im Stadtgebiet (wir berichteten: https://s.rlp.de/zjjbLCd) bekannt gegeben. Neun Personen im Alter von 16 bis 31 Jahren hatten die Ermittler vergangenen Woche festgenommen.
In einem Pressegespräch erläuterte Polizeipräsident Hans Kästner das mehrstufige Einsatz- und Ermittlungskonzept der Sicherheitsbehörde: „Eine offene Polizeipräsenz, eine genaue Analyse der Ereignisse und Entwicklungen, Netzwerkarbeit und schließlich die beweissichere Strafverfolgung durch einen täterorientierten Ansatz sind wichtige Erfolgskriterien, um die Sicherheit in der Westpfalz nachhaltig zu gewährleisten und das Sicherheitsgefühl der Menschen positiv zu beeinflussen. Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hat für die Polizei oberste Priorität.
Kästner weiter: „Wir werden es nicht zulassen, dass sich hier Gruppierungen oder sogar Banden bilden, die mit Betäubungsmitteln handeln und die Bevölkerung in Angst versetzen. Das subjektive Sicherheitsgefühl unserer Bürgerinnen und Bürger ist uns ganz wichtig. Wir werden mit unseren Anstrengungen, auch nach diesen Festnahmen, nicht aufhören, uns das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in Kaiserlautern und Umgebung zu erhalten und zu stärken. Deshalb senden wir ein klares Signal. Die Ermittlungen sind noch nicht beendet und wir werden uns weiterhin anstrengen, die lebenswerte Stadt Kaiserslautern und das Umland für unsere Bevölkerung sicher zu gestalten.“
Aufgrund des Einsatzkonzeptes erlangte die Polizei im Spätsommer des vergangenen Jahres Hinweise auf den Handel mit Cannabis und weiteren Betäubungsmitteln im Bereich um die Mall „K in Lautern“ sowie des Willy-Brandt-Platzes und an anderen öffentlichen und nicht öffentlichen Orten. Die Spur führte zu mehreren Tatverdächtigen. „Diese neun Personen haben wir jetzt aus dem Verkehr gezogen, sie treiben kein Unwesen mehr“, so Kästner.
Acht Männern im Alter von 22 bis 31 Jahren wird bandenmäßiger Handel mit Betäubungsmitteln und gewerbsmäßiger Handel mit Cannabis vorgeworfen, einem 16-Jährigen gewerbsmäßiger Handel mit Cannabis. „Sie alle sind dringend tatverdächtig, im Stadtgebiet unerlaubt mit Cannabis und anderen Betäubungsmitteln gehandelt zu haben, und zwar im Stile eines arbeitsteilig organisierten Erwerbsgeschäfts im Zeitraum von über einem halben Jahr“, erklärte der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Udo Gehring. Die aufgefundenen Beweismittel untermauern den Verdacht des banden- und gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln.
In der vergangenen Woche durchsuchten Einsatzkräfte elf Wohnungen in Stadt und Kreis Kaiserslautern sowie im Rhein-Pfalz-Kreis und beschlagnahmten unter anderem Bargeld, einen neuwertigen Pkw und zwei Kilogramm Cannabisprodukte. „Zu den jetzt in Kaiserslautern sichergestellten zwei Kilogramm Cannabisprodukten kommen die über andere Beweismittel ermittelten Geschäfte im Tatzeitraum und die Sicherstellungen bei dem ebenfalls ermittelten Lieferanten hinzu“, so der Leitende Oberstaatsanwalt. Zur gleichen Zeit wie in Kaiserslautern führte die Kriminalpolizei in Offenbach am Main Maßnahmen durch, in deren Verlauf ein Haftbefehl vollstreckt und 8,6 Kilogramm Kokain, vier Kilogramm Haschisch, 6,9 Kilogramm Marihuana, elf Kilogramm Streckmittel und 15.000 Euro Bargeld sichergestellt wurden.
Eine Sonderkommission bei der Kriminaldirektion Kaiserslautern unter der Verantwortung von Kriminaldirektor Alexander Welter führte in der Westpfalz die Ermittlungen. „Während der Nachforschungen ergaben sich deutliche Anhaltspunkte für den organisierten Handel mit Betäubungsmitteln und Cannabis. Wir stellten bandenähnliche Strukturen fest“, erklärte der Kriminalbeamte. Das Amtsgericht Kaiserslautern erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft schließlich mehrere Dursuchungsbeschlüsse und neun Haftbefehle. Nach Hinweisen auf eine geplante Beschaffungsfahrt klickten am vergangenen Mittwoch und Donnerstag dann die Handschellen. Über 200 Polizistinnen und Polizisten waren bei der konzertierten Aktion im Einsatz.
Nach den Festnahmen stehen nun umfangreiche weitere Ermittlungen und Folgemaßnahmen an. Auch in der öffentlichen Wahrnehmung wird die Polizei nicht nachlassen. Der Leiter der Polizeidirektion Kaiserslautern, Ralf Klein: „Unsere Arbeit ist mit dem Schlag gegen die Drogenkriminalität nicht beendet. Die Einsatzkräfte der Polizei werden weiterhin in der Innenstadt und insbesondere rund um die Mall sowie das Rathaus präsent sein, um nachhaltig für Sicherheit zu sorgen“.
Polizeipräsidium Westpfalz
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